Skulpturen und Fries von Tremalo II (Werke)

Skulpturen

 

Fries von Trémalo II

 

Brunnen

Skulpturen und Fries von Tremalo II (Text)

Nachdem ich mich zuvor malerisch mit den in Holz geschnitzten Flachreliefs in der bretonischen Kapelle von Trémalo auseinandergesetzt hatte, die zum „Fries von Trémalo I“ führten, reizte es mich, einzelne Motive in die Dreidimensionalität zurückzuführen.

Die Figuren „Pianissimo“ und „Zwillinge I und II“ fertigte ich beispielsweise in Papier maché, „Hiob“ und „Mordstrumm Wei“ in Ton. Anschließend ließ ich sie in Bronze gießen.

Die große Skulptur des „Zeitgenossen“ besteht aus gestärker und miteinander verknoteter Leinwandstücke, im Inneren gehalten durch Maschendraht. Das Motiv der Großohrigen, wie es auch schon im ersten Fries zu finden ist, habe ich nicht nur in der bretonischen Kapelle entdeckt. Es geht zurück auf  Darstellungen der Panotier, z.B.bei der Kathedrale von Vézelay in Frankreich.

In dem „Fries von Trémalo II“ finden sich die Skulpturen, abfotografiert und auf hellen Nesselstoff gedruckt, in neuen Konstellationen wieder, sie treten in einen Dialog miteinander. Die Acrylmalerei verbindet die aufgedruckten Figuren und schafft situative Zusammenhänge. Geschichten werden erzählt. Assoziationen an ein Bad im Toten Meer oder an ein Versteckspiel im Maisfeld werden geweckt …

Die Fotomalerei erlaubt einen freien Umgang mit den Abbildungen der eigenen Skulpturen: Durch die Trennung der „Zwillinge I“ zu einzelnen Figuren vor dem Druck auf den Nesselstoff und Übermalen der Ohren von „Pianissimo“ entsteht eine Steinreihe, ähnlich wie bei den  Alignements von Carnac.

Kopflastig (Text)

„In der Serie „Kopflastig“ setzt Heil seine malerische und skulpturale Arbeit in Fotomalerei fort. Auf schmale Bildtafeln gedruckte Fotos seiner grotesken Köpfe verfremdet er malerisch durch bizarr übersteigerten und beherrschenden „Kopfschmuck“, der die Individuen auf drastische, aber ebenso humorvolle Weise charakterisiert und dem Betrachter Möglichkeiten der Identifikation erlaubt.“

Dr. Rita Müllejans-Dickmann,
in artefACT, Febr.-April 2004
(Museumsleiterin, BEGAS HAUS Museum für Kunst und Regionalgeschichte Heinsberg)

 

Das Bild „Bigouden, in ein Auto steigend“, noch im Querformat, zeigt die Mühen, wenn  Frauen aus dem Bigouden in der Bretagne dabei eine „coiffe“ als traditionelle Kopfbedeckung tragen. Dieses Bild führte als humoristischer  Auslöser anschließend zu den hochformatigen Tafeln der KOPFLASTIGEN und später zu dem Bild ATLAS …

Durch die Hängung mehrerer Bilder – mit Zwischenabständen oder auch direkt angrenzend – treten die Hutträger in einen jeweils unterschiedlichen Dialog miteinander bzw. mit dem Betrachter. Ausgangspunkt für das gemalte Bild sind jeweils auf hellen Nesselstoff gedruckte Köpfe von eigenen Skulpturen (z.B. vom ZEITGENOSSEN).